Archive for December, 2010

Billag schickt Bombenrechnung

Thursday, December 9th, 2010

Solltet ihr auch zu den Vollidioten zählen die immer noch freiwillig ihren Billag-Beitrag (aka Rundfunkempfangsgebühren) bezahlen, dann dürfte es für euch nächstes Jahr nämlich mal kurzfristig ein bisschen ungemütlicher werden: Billag (aka Gebühreneintreibungsfirma mit überdimensionalem Wasserkopf) verschickt ab 2011 die Rechnungen nämlich nicht mehr Quartalsweise, sondern jährlich. Das heisst, ihr bezahlt nicht mehr alle 3 Monate den Betrag von (üblicherweise) 115.50 CHF, sondern nur noch einmal den Betrag von (üblicherweise) 462.00 CHF. Ich kenne Leute, die haben diesen Betrag nicht mal einfach so zur Verfügung. Die müssen dann an allen Ecken sparen, um diese Rechnung auf einen Rutsch bezahlen zu können.

Die Billag spart somit bei jedem einzelnen ihrer 3 Millionen “Kunden” 3 x 90 Rappen pro Jahr. plus noch ein bisschen mehr. Das ergibt dann etwa 10 Millionen Franken. Was macht die Billag dann mit diesem Geld?

  1. Sie gibt es dem Kunden zurück, so wie sich das gehört.
  2. Sie bezahlt den Betrag Ende Jahr ihrem Chef als Bonus.
  3. Sie geben den Betrag an die Rundfunksendeanstalten weiter.

Sind wir ehrlich: gehofft haben wir auf (1), pragmatisch wie wir sind, haben wir aber mit (2) gerechnet. Tatsächlich soll aber (3) gemacht werden. Ich glaube mich zu erinnern, dass 60% der gesammten Billag Einnahmen des Betrags den die Billag noch übrig hat, nachdem sie ihren gigantischen Wasserkopf gefüttert haben, an die SRG SSR idee suiss gehen. die Restlichen 40% müssen sich die übrigen drölf Millionen Privatsender untereinander aufteilen. Das heisst wiederum, dass die SRG jetzt jährlich 6 Millionen Franken mehr zur Verfügung hat zur Verfügung haben sollte, um ihr schrottiges Programm aufzuwerten.

Es ist also mit weiteren schweizer Klonen von all dem Superstar-/Supertalent-/Superirgendwas-Bullshit zu rechnen.

Zum Glück gibts noch Bücher.

(Quelle: Tagblatt)

Ja, wie jetzt, “Wetten dass” gibts immer noch?

Monday, December 6th, 2010

Ich hab gedacht, die Sendung wurde schon vor Jahrzehnten eingestampft. Scheinbar nicht.

Naja. Jedenfalls möcht ich hier nur kurz den Gottschalk zitieren:

Oh-oh-oh-oh … Weh getan?

Klick to see video (20min.ch)

Natürlich wünsche ich dem Verletzten eine schnelle Genesung und den Angehörigen viel Kraft in diesen Tagen. Aber sollte man ja eigentlich nicht erwähnen müssen. Das ist jetzt nur fürs Protokoll. Sonst springt gleich einer auf und fühlt sich angepisst.

Gwafför und Coop gratis – Du bezahlst nur mit deinen Daten

Saturday, December 4th, 2010

Gestern war ich mal wieder beim Gwafför. (Ich hatte es auch bitter nötig.) Und als dann die Haare ab waren, und es ans Bezahlen ging, meinte die nette Dame: “Das macht dann 4 Franken 30.” Und ich: “Hä?” und sie: “Sie haben ja eine Kundenkarte bei uns, und sie waren heute das elfte mal hier. Das elfte mal ist jeweils gratis. (Ich war zu verwirrt um nachzufragen, weshalb ich dann trotzdem noch 4.30 zu bezahlen hatte. Wahrscheinlich war der Gel nicht im Grundpreis inbegriffen, oder so.)

Und heute ging ich in den Coop. Wocheneinkauf und so. Und da sagt die nette Dame an der Kasse ganz lapidar: “Wollen Sie ihren Einkauf mit Ihren Superpunkten bezahlen?” Und ich so: “Hä? Äh, ja klar”.

Und wo ist der Haken dabei? Ich les grad “Little Brother” von Cory Doctorow. Dort steht ziemlich detailliert, was an Kundenkarten so schrecklich ist. Und das Argument “Ich hab ja nichts zu verstecken, mir ist es egal, wenn die meine Daten sammeln” wird dort in der Luft zerrissen. Gerade die, die nichts zu verstecken haben, triffts dort nämlich am schlimmsten.

Das Buch kann man übrigens gratis herunterladen. Ganz legal. Der Cory hat das so angeordnet. Der Cory ist nämlich einer von den “Lieben”. (Konkret: Das Buch ist unter der BY-NC-SA Lizenz erschienen.)