Gwafför und Coop gratis – Du bezahlst nur mit deinen Daten

Gestern war ich mal wieder beim Gwafför. (Ich hatte es auch bitter nötig.) Und als dann die Haare ab waren, und es ans Bezahlen ging, meinte die nette Dame: “Das macht dann 4 Franken 30.” Und ich: “Hä?” und sie: “Sie haben ja eine Kundenkarte bei uns, und sie waren heute das elfte mal hier. Das elfte mal ist jeweils gratis. (Ich war zu verwirrt um nachzufragen, weshalb ich dann trotzdem noch 4.30 zu bezahlen hatte. Wahrscheinlich war der Gel nicht im Grundpreis inbegriffen, oder so.)

Und heute ging ich in den Coop. Wocheneinkauf und so. Und da sagt die nette Dame an der Kasse ganz lapidar: “Wollen Sie ihren Einkauf mit Ihren Superpunkten bezahlen?” Und ich so: “Hä? Äh, ja klar”.

Und wo ist der Haken dabei? Ich les grad “Little Brother” von Cory Doctorow. Dort steht ziemlich detailliert, was an Kundenkarten so schrecklich ist. Und das Argument “Ich hab ja nichts zu verstecken, mir ist es egal, wenn die meine Daten sammeln” wird dort in der Luft zerrissen. Gerade die, die nichts zu verstecken haben, triffts dort nämlich am schlimmsten.

Das Buch kann man übrigens gratis herunterladen. Ganz legal. Der Cory hat das so angeordnet. Der Cory ist nämlich einer von den “Lieben”. (Konkret: Das Buch ist unter der BY-NC-SA Lizenz erschienen.)

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